Krimi Tage – Unsere Krimis – ein Labsal für die Nerven

Unsere Krimis – ein Labsal für die

Bildungsnah und Bildungsfern – neue Begriffe für neue Phänomene

Schlechte Deutschkenntnisse

Ausbildende Betriebe klagen über schlechte Deutschkenntnisse ihrer Bewerber. Und sie meinen damit nicht nur die Personengruppe der nach Ausbildungsstellen suchenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund, deren Muttersprache eine andere als die Deutsche ist. Mittlerweile sind wir soweit, dass auch deutsche Muttersprachler erhebliche Defizite im Umgang mit ihrer eigenen Sprache zeigen. Und zwar in Schrift und gesprochenem Wort!

Die Statistik stellt fest, dass zwar das Lesen an sich weiterhin groß im Trend liegt und die Zahl der gelesenen Bücher und Printmedien eher steigt als sinkt. Doch ist unter der lesenden Bevölkerung eine Verschiebung auszumachen. Kurz gefasst könnte man sagen: Immer weniger Leute lesen immer mehr.

Schere zwischen arm und reich

Ohne bei diesen Bewertungen auf Klischees herumreiten zu wollen – es ist ein Fakt, dass die gesellschaftliche Schere zwischen arm und reich zunehmend auch eine zwischen bildungsnah und bildungsfern wird. Solche Feststellungen sind nicht sonderlich populär, aber sie entsprechen der tatsächlichen Entwicklung, auch wenn Bildungspolitik und Schulsystem sich noch immer scheuen, das Problem beim Namen zu nennen. Wer sich also darauf verlässt, dass sich die Rahmenbedingungen verändern, die eine gute Bildung und Ausbildung auf festen Gleisen vorgeben, der wird am Ende schlecht da stehen.

Lesewettbewerbe

Es ist bisher vor allem Initiativen und dem Engagement unzähliger engagierter, unabhängiger Bildungsbürger und Organisationen zu verdanken, dass sich bundesweit eine regelrechte Leselobby aufbaut. Freiwilligenzentren beschäftigen ehrenamtliche Lesepaten, die schon mit Grundschülern den Kontakt zum Buch aufbauen und zum Lesen motivieren. Lesewettbewerbe und Vorleseaktionen von großen Zeitungen holen sich regionale und überregionale Prominente ins Boot, um mit ihren Veranstaltungen möglichst viele Interessierte mit Geschichten und Erzählungen in Kontakt zu bringen. Leider ist es auch hier oft so, dass das Gros der begeisterten Teilnehmer sowieso schon lesefreudig ist, und das Angebot als Bereicherung des eigenen Hobbys nutzt. Schwer ist es meist, das eigene Ziel zu erreichen und vor allem den Nicht-Leser Spaß am Buch zu vermitteln.

Vorbilder lesen

Wie bei allem, was mit pädagogischen Zielen und dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, enden viele Überlegungen zu Lösungsmöglichkeiten beim Vorbild. Die Vorbildfunktion ist eine der effektivsten und nachhaltigen Methoden, Inhalte indirekt zu vermitteln. Deshalb spielt es eine große Rolle, dass Bücher vom Kleinkindalter zum Lebensalltag gehören. Lesende Eltern werden automatisch lesende Kinder haben. Kinderzimmer müssen mit Kinderbüchern zum anschauen und vorlesen ausgestattet werden und auch regelmäßig gemeinsam betrachtet werden. Nur so ist der Weg offen, auch später das wie und wo auch immer geschriebene Wort als Information und Wissensschatz zu erleben.

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