Krimi Tage – Unsere Krimis – ein Labsal für die Nerven

Unsere Krimis – ein Labsal für die

Kriminalgeschichten

aus der Realität beschreibt Josef Wilfling in seinem Buch „Abgründe – Wenn aus Menschen Mörder werden“. Und er weiß, wovon er schreibt. Ein ganzes Berufsleben lang hat Kommissar Wilfling im kriminellen Milieu herumgestochert, ermittelt und befragt. Er hat Tragödien miterleben müssen und in menschliche Abgründe geblickt. Er hat Täterpersönlichkeiten kennen gelernt und tiefer in die menschliche Psyche geblickt, als kaum jemand sonst.

Angefangen hat alles ganz anders. Als 16-jähriger, nach einer Rauferei für zwei Tage in der JVA inhaftiert, war diese Erlebnis zu einer Art Schlüsselerlebnis geworden. Der junge Josef Wilfling wurde Polizist, zunächst im normalen Polizeidienst, später in der Mordkommission. 22 Jahre lang bestimmten Mord und Gewalt seinen Berufsalltag. 22 Jahre – das macht rund einhundert Kriminalfälle und im Falle Josef Wilflings eine beeindruckende Aufklärungsquote von fast 100 Prozent!

Im letzten Jahr ist Wilfling in Pension gegangen. Das Erlebte hat er mitgenommen. Wer könnte nach einer solchen beruflichen Karriere einen Schlussstrich ziehen und sich als Pensionär zur Ruhe setzen? Statt zur Ruhe hat sich Wilfling an den Schreibtisch gesetzt und ein Buch geschrieben. Einen Krimi direkt aus der Realität. Er hat Menschen beschrieben und „schriftlich“ nachgedacht, was Menschen zu Mördern werden lässt.

fiktiver Kriminalroman ?

Genauer und detaillierter als es in einem fiktiven Kriminalroman möglich wäre geht es zu in Wilflings Buch. Es tauchen Fragen auf, ob Frauen anders morden als Männer, welche Techniken helfen können, die Aussagen eines Unschuldigen von eiskalten Lügen eines Täters zu unterscheiden. Und Wilfling gewährt dem Leser einen Blick über seine Schulter, direkt hinein in den Abgrund menschlicher Kälte, Verzweiflung und Bosheit.

legendärer Star-Ermittler

Oft taucht Wilfling in den Medien als „legendärer Star-Ermittler“ auf. Seine berühmtesten Fälle sind die spektakulären Morde an den Münchnern Sedlmayr und Moshammer. Aber das ist nur ein kleiner, für die Medien verlockender Ausschnitt seiner Polizeiarbeit. Und die ist laut Wilfling ganz anders, als wir es aus dem „Tatort“ kennen. In Fernsehkrimis kommt meist nur ein Bruchteil der Polizeiarbeit vor, welche die Ermittlungen in einem realen Mordfall ausmachen. Überhaupt hält Wilfling das reale Leben für sehr viel grausamer, als es ein Fernsehkrimi oder ein Kriminalroman beschreiben könnte. Eine traurige Aussage… aber auch eine Verlockung für Krimifans.

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